Von Heidi, Wilhelm Tell und Cabaret

Von Heidi, Wilhelm Tell und Cabaret
Theaterfreunde können sich in Feuchtwangen auf einen tollen Theater- Genuss vorbereiten. Im beeindruckenden Kreuzgang an der Stiftskirche und im verträumten Nixel – Garten an der Stadtmauer, finden die Kreuzgangspiele Feuchtwangen vom 25. Mai an. Die diesjährige 66. Spielzeit hat einiges zu bieten. Der Intendant Johannes Kaetzler hat die Kreuzgangspiele dem Thema „Freiheit” gewidmet.

In jedem Stück wird auf verschiedene Art und Weise dieses Thema betrachtet und analysiert.
Am 11. Juni findet der Auftakt der Freiheitsfindung mit dem Musical „Cabaret“ statt, daraufhin kommt mit der Premiere am 18. Juni Friedrich Schillers „Wilhelm Tell“ zu Tage, wo die Freiheit und der Missbrauch der Demokratie beleuchtet werden. Für die Kinder wird „Heidi“ geboten. Heidi kommt bekanntlich von einer schwerelosen und ungetrübten Kindheit aus den schweizer Bergen in den grauen Frankfurter Alltag und bemüht sich ihre Freiheit im Herzen zumindest zu bewahren.

Für jeden wird etwas geboten! Also, viel Spass und geniessen Sie den Sommer!

Feuchtwangen

FeuchtwangenIn Mittelfranken, im Landkreis Ansbach liegt die Stadt Feuchtwangen. Durchzogen ist das Gebiet von bewaldeten Höhenzügen und tiefen Tälern. In einem großen Tal an dem Fluss Sulzbach sowie dem Wörnitztal liegt die großflächige Stadt. Neben dem Benediktinerkloster St. Salvador entstand ein kleines Dorf, nachdem das Kloster im Jahr 1197 in einen Stift umgewandelt wurde, lebten auch die Mönche in eigenen Häusern im Dorf. Im Jahr 1241 wurde Feuchtwangen durch Hilfe der Staufenkaiser zur Reichsstadt. Durch die günstige Verkehrslage erlangte die Stadt Wohlstand, allerdings wurde Feuchtwangen auch häufiger von einem der Kaiser verpfändet. Aus der letzten Verpfändung im Jahr 1376 an die Burggrafschaft Nürnberg konnte sich die Stadt nicht mehr freikaufen und blieb bis 1806 verpfändet. Die Bewohner litten unter dem Bauernkrieg sowie dem Dreißigjährigen Krieg. Nachdem der Stift im Jahr 1525 eingezogen wurde, fielen die Besitztümer an den Markgrafen. Das Gesicht der Stadt veränderte sich erst nach einer langen Friedenszeit im 19. Jahrhundert. Zwar stagnierte die Entwicklung, aber nachdem Feuchtwangen an die Bahnstrecke angeschlossen wurde, ging es wieder bergauf. Ein weiterer Aufschwung erfolgte in der Nachkriegszeit, als Feuchtwangen Bundeswehrstandort wurde. Die Spielbank Feuchtwangen, sie wurde im Jahr 2000 eröffnet, zählt zu den umsatzstärksten Spielbanken in Bayern.

Zu den Sehenswürdigkeiten zählt die historische Altstadt, Gassen und Straßen münden auf dem Marktplatz. Die Stiftskirche steht dort, wo sich ehemals die Klosterkirche der Benediktiner befand. Im Laufe der Jahrhunderte wurde die Kirche mehrfach umgebaut und erweitert. Vom Kloster erhalten geblieben ist der romanische Kreuzgang, der heute als Kulisse des Freilichttheaters dient. Ebenfalls zu sehen sind noch Teile der Stadtmauer und Reste der Wehrtürme aus dem 13. Jahrhundert. Malerisch sind die Gassen an der Stadtmauer, häufig wurde die Stadtmauer als Rückwand für die Bürger- und Handwerkerhäuser genutzt. Das Fränkische Museum zählt zu den schönsten Volkskunstmuseen in Süddeutschland.